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Die drei baltischen Republiken sind sehr unterschiedliche Länder, die jedoch durch gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Prozesse miteinander verbunden sind.

  • Die erste Universität im Baltikum wurde 1579 in Vilnius (Litauen) unter polnischer Herrschaft gegründet.
  • 1632 entstand unter schwedischer Herrschaft die Universität in Tartu (Estland). Diese Universität war lange Zeit das akademische Zentrum nicht nur für das Gebiet des heutigen Estlands sondern auch für das Gebiet des heutigen Lettlands.
  • 30 Jahre nach der Schließung der Universität Vilnius wurde im Jahre 1862 das Polytechnische Institut Riga gegründet. Zwei spätere Nobelpreisträger, die Chemiker Wilhelm Ostwald und Svante Arrhenius, wirkten dort, während zahlreiche spätere Mediziner und Biologen des Zarenreichs sich in Tartu ausbilden ließen.

Weitere derzeit bedeutende wissenschaftliche Einrichtungen haben in der Zwischenkriegszeit ihre Türen für Studieninteressierte öffnen können:

  • 1919 die Universität Lettlands in Riga,
  • 1922 die Universität Vytautas Magnus in Kaunas (Litauen) – sie ersetzte jene von Vilnius, das damals von Polen besetzt war –,
  • 1936 die Technische Universität Tallinn (Estland).           

Das wissenschaftliche Leben konzentrierte sich zunächst auf die sogenannten nationalen Wissenschaften: Völkerkunde, Sprachwissenschaft, Geschichte und das Studium der natürlichen Umwelt.

Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit in den 90-er Jahren begannen Reformen in den Bildungsysthemen aller drei baltischen Staaten. Dabei wurde die europäischen Erfahrungen in Bildung und Wissenschaft zum Ausgangspunkt genommen. Für die baltischen Ländern war die Einbindung in den Europäischen Hochschulraum sehr wichtig. Aus diesem Grund haben Estland, Lettland und Litauen schon früh damit begonnen die Vorhaben des Bologna-Prozesses umzusetzen und zur besseren Vergleichbarkeit und Anrechnung das ECTS-Systhem eingeführt.

Forschung und Entwicklung spielen in den baltischen Staaten eine große Rolle. In allen drei Ländern gibt es nationale Strategien um den zukünftigen Herausforderungen in Forschung und Entwicklung zu begegnen: Die Entwicklung einer wissenschaftlichbasierten Gesellschaft und die Schaffung von Anreizen, um Wissenschaftler in der Heimat zu halten und der Abwanderung von qualifiziertem Personal entgegen zu wirken.

Die wichtigsten Schwerpunkte in der Forschung in allen drei baltischen Ländern liegen auf Informationstechnologie, Materialwissenschaft,  Bio- (-medizin-) sowie Umwelttechnologien. Auch die nationale Identität (Sprache, Kultur und Geschichte, Natur usw.) ist ein wichtiger Forschungsbereich.

Bildung und Wissenschaft in Estland 

Bildung in Lettland 

Forschung in Lettland 

Bildung und Wissenschaft in Litauen